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Stand: April 2012

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            Die Geschichte des SPD-Ortsverein Lindhorst 
   

Der Ursprung der Gemeinde Lindhorst geht vermutlich in die Zeit der "Frankenherrschaft" im
9. und 10. Jahrhundert zurück, wobei die Besiedlung als sehr spärlich angesehen werden muss.

Gründung 1919
Zum Ende des 19. Jahrhundert, wurde Lindhorst noch von der Landwirtschaft geprägt. Durch
den Bau der Eisenbahnlinie Hannover - Minden, sowie durch den Steinkohleabbau im Umland,
siedelten sich dann Anfang des 20. Jahrhunderts die ersten SPD-Anhänger in Lindhorst an.
Im Jahre 1919 schlossen sich diese dann zusammen zur SPD Lindhorst.
Gründer war der Bahnhofsvorsteher Loitsch.
Wie auch anderswo in Schaumburg-Lippe, wurde die SPD in Lindhorst bei verschiedenen
Wahlen mit 40% stärkste Kraft.
Da sich aber die kirchlichen Gruppen mit der deutschnationalen Volkspartei zusammen taten,
konnte die SPD nie eine Mehrheit für den Gemeinderat stellen.

1919 wurde Herr Loitsch zum Landtagsabgeordneten des Landes Schaumburg-Lippe gewählt
und wurde dann Landrat für den Kreis Bückeburg.
Zu dieser Zeit waren noch die Herren Wedemeier, Kramer und Duhnsen für die SPD tätig.
Bis 1932 hielt sich die SPD in Lindhorst bei knapp 50%.

Die NS-Zeit
Bedingt durch den Nationalismus und damit dem Verbot der SPD, sowie deren Verfolgung
der Mitglieder ruhte dann die Arbeit der Lindhorster SPD-Mitglieder bis nach dem
Zweiten Weltkrieg.

Wieder Gründung
Die SPD in Lindhorst wurde unter anderem von Karl Lauenstein, Christoph Koller,
Wilhelm Mensching, Wilhelm Stahlhut sowie Fritz Heine wieder aufgebaut.
Vorsitzender von 1947 bis 1953 war Christoph Koller.

Wahlen 1954
In diesen Jahren vergrößerte sich die Bevölkerungszahl des Ortes unter anderem durch Zuzug
nach Lindhorst rasant. Lebten 1939 ca. 1.000 Menschen in Lindhorst, so waren es nun um die
4.000 Einwohner, davon etwa 3.000 Bergleute, so dass im November 1954 Zwischenwahlen für
den Gemeinderat erforderlich wurden. Die SPD gewann diese und erhielt die absolute Mehrheit.
Sie stellte 8 von 15 Ratsmitgliedern.
 

Heinz Schmidt ist seit 1947 Mitglied der SPD und
übernahm von 1953 bis 1961 den Vorsitz des OV.
Durch seine Initiative entstanden zum Beispiel der
"alte Sportplatz"
 und das Lindhorster-Solarbad, das 1974 der Samtgemeinde
übertragen wurde. Am 14.10.2006 wurde er urkundlich zum Ehrenvorsitzenden des OV-Lindhorst ernannt.

Neben Seiner Tätigkeit im heutigen Ortsverein,
ist er seit der Gründung [1992] von
60 plus
 bis zum heutigen Tag im Bezirksvorstand noch aktiv.

Arbeits-Schwerpunkte
Die Mitglieder des SPD-Ortsverein Lindhorst befassten sich damals unter
anderem mit den Themen Kinder und Jugend sowie Sport und Bildung.

Der frühere Oberbürgermeister
von "West Berlin" und
Ex-Bundeskanzler Willy Brandt,
mit Herbert Sass
an der
Margister-Nothold Schule
Anfang 1961 in Lindhorst
[ Glück-Auf-Str. / Kornstraße ]

Sie trugen einen maßgeblichen Anteil zum Bau des Kindergartens mit einem Jugendraum,
zum Bau der Schule und der Sportanlage sowie der Badeanstalt bei.

Bürgermeister der Gemeinde Lindhorst
 wurde Wilhelm Mensching am 20.12.1954,
der dieses Amt bis 1990 inne hatte.
Auch stellte die SPD von 1974 bis 1990 mit ihm
 den Bürgermeister der Samtgemeinde Lindhorst.

Weiter setzten sie sich für die Gründung des Ortsjugendrings ein und es entstand unter
ihrer Initiative eines der ersten Jugendheime der ländlichen Gegend. Vorsitzender  war
hier Anfangs Christoph Koller.
Am 11.07.1953 übernahm Heinz Schmidt den Vorsitz, der noch heute als Ehrenvorsitzender im
Vorstand des Lindhorster Ortsverein aktiv ist. Der Gemeinderat unter Führung der Ratsherren, hatte in diesen Jahren eine Fülle von schwierigen Aufgaben zu bewältigen, so z.B. die
Wasserversorgung, Schmutzwasser-Beseitigung und Müllentsorgung.


Der Ortsverein hatte in den fünfziger Jahren 21 Mitglieder, heute sind es 85 Mitglieder,
wobei der höchste Stand 1968 mit 171 Mitgliedern erreicht wurde.
Im Jahre 1961 übernahm Helmut Günther den Vorsitz des Ortsverein bis 1972.

  Sein Sohn Andreas Günther der seit 1981 mit einer kurzen Unterbrechung,
  aktives Mitglied des OV ist, wurde mit großer Zustimmung der Bevölkerung
  der Samtgemeinde, 2006 in den Kreistag gewählt. Hierbei hat er das viert
  beste Ergebnis als "Newcomer" von allen Kreistagskandidaten erreicht.
  Dieses Ergebnis ist für seine erstmalige Kandidatur sehr beachtlich, wobei
  er dieses Ergebnis auch als Verpflichtung gegenüber den Bürgern
  empfand. Im Jahr 2011 stellt er sich zur Wahl zum Samtgemeindebürger-
  meister und konnte diese mit 62,46 Prozent für sich entscheiden!

Kurt Reuther beschäftigte sich als Bürgermeister seit 1991 mit dem aktuellen Geschehen
in Lindhorst. Die Themen decken sich im Wesentlichen mit den oben genannten Arbeitsschwerpunkten.

Ein Jahr vor der Kommunalwahl 1991 übernahm
Kurt Reuther, der allgemein nur
"unser Kurt" genannt wurde,
die Geschicke der Gemeinde als Bürgermeister
bis September 2005.

So setzte sich die SPD Lindhorst unter Führung des Fraktionsvorsitzenden Detlef Klemz
(1993-2001) für den Erhalt des "alten" Sportplatzes an der Lüdersfelderstraße und damit
gegen eine Bebauung dieser Flächen ein.
Im Jahr 2001 wurde auf Grund einer Initiative des 'Heimatvereins' ein Dorferneuerungsprogramm aufgestellt. Nach Genehmigung durch das Land Niedersachsen, wurde 2002 mit der Umsetzung   begonnen. Motor der Dorferneuerung war Max Dziemba, der mit großen Engagent die Führung übernahm. Das größte Projekt war die Sanierung des alten Bauernhofes der Familie Gümmer im Gemeindezentrum. Es entstand das Dorfgemeinschaftszentrum "Hof Gümmer".
So konnte Kurt Reuther am 30. September 2005 sein Bürgermeisteramt an Hans-Otto Blume, im neuen Dorfgemeinschaftshaus übergeben.

Der damalige Ministerpräsident
von Niedersachsen und spätere
Bundeskanzler Gerhard Schröder mit
Hiltrud (Hensen), Alfred Reckmann
und Kurt Reuther in Lindhorst.

Heutige Themen
Grundsätzlich haben sich die Themen in dem SPD-Ortsverein nicht wesendlich geändert.
In den Zeiten der "schmalen Kassen", beschäftigt man sich weiterhin mit dem aktuellen
Geschehen in Lindhorst.
Ein wesendlicher Schwerpunkt der SPD, ist weiterhin die Dorferneuerung. So sollen verkehrstechnisch Probleme beseitigt werden, wie zum Beispiel die Parksituation am Kindergarten und die Neugestaltung des Marktplatzes mit einer Verlegung der zentralen Bushaltestelle.
Nach der Fertigstellung des Dorfgemeinschaftshaus "Hof Gümmer" mit seinem Museum, wurde
auch der Schulplatz und das Dorfgemeinschaftshaus 2011 im Ortsteil Ottensen instand gesetzt. Weitere Aktivitäten werden folgen, wie die Endstandsetzung des Mausoleum.
Auch betreiben die SPD-Mitglieder Wahlkampf in Lindhorst. So sind unter anderem Sebastian Edathy zum Bundestagswahlkampf und Grant Hendrik Tonne
(Landtagsabgeordneter) für verschiedene Veranstaltungen in Lindhorst.
Besuche vom damaligen Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier erfolgten regelmäßig. Meist jedoch in Zusammenhang mit der Dorferneuerung. Auch der neue Landrat Jörg Farr ist regelmäßig in Lindhorst zu Gast.

Wichtig ist den Mitgliedern des Ortsvereins die Zusammenarbeit mit den örtlichen Vereinen.
Man beteiligt sich zum Beispiel an Müllsammelaktionen des TuS-Jahn Lindhorst. So wird in 2011
die erste "Ehrenamts-Party" für die in den Vereinen tätigen Betreuer vom Ortsverein organisiert.
Verschiedene Veranstaltungen für die Öffentlichkeit finden bei der Lindhorster SPD nicht nur
zu Wahlkampfzeiten statt. Angekündigt werden die Veranstaltungen jeweils im Schaukasten des
Ortsverein und im Internet unter www.spd-lindhorst.de! Die eigene WEB Site ging am 01.01.2006 als B-Version unter der Bezeichnung "spd-lindhorst-sgv.de", an den Start und wird seitdem von unseren WEB-Master Klaus Baxmann weiter ausgebaut.
Die Veranstaltungen haben teilweise ihren festen Platz im Leben der Lindhorster, so zum Beispiel die jährlich Radwanderungen, mit abschließenden Grillabend.
Am 14.10.2007 wurde erstmals erfolgreich ein BINGO - Nachmittag durchgeführt, der jährlich wiederholt wird, da dieser bei "Jung" und "Alt" großen Anklang fand. Der Überfluss dieser Veranstaltung kommt jeweils einem Verein zu gute!


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